Shifting Waters
Collateral Event of the 61st International Art Exhibition – La Biennale di Venezia
9. Mai – 28. Juni 2026, 4. September – 1. November 2026
Pamela Rosenkranz, Healer Scrolls (Residence Fire), 2024 / © Pamela Rosenkranz, Courtesy the artist and Sprüth Magers / Photo: Ingo Kniest / Design: strobo B M
Ausstellungsort
Fondazione ERES
Calle Stretta de Ca’ Sarasina, 1228, 30122 Venezia
Öffnungszeiten
Fr, Sa, So, 11 – 18 Uhr
Künstler
Mike Bouchet
Giorgio Andreotta Calò
Anne Duk Hee Jordan
Sonia Leimer
Sadamasa Motonaga
Pamela Rosenkranz
Lawrence Weiner
Ausstellung
Als Beitrag zur Biennale Arte 2026 zeigt die ERES Stiftung die Gruppenausstellung Shifting Waters. Anhand von sieben international etablierten künstlerischen Positionen werden Aspekte einer sich wandelnden Beziehung von Mensch und Wasserkreisläufen beleuchtet, die Grundlage allen Lebens sind.
Keine andere Stadt der Welt ist so sehr vom Wasser geprägt wie Venedig. In der Lagune scheint alles zusammenzufließen. Himmel und Erde, Illusion und Wirklichkeit, Mensch und Meer. Seit Jahrhunderten suchten ihre Bewohner Wege, die lebensfeindliche Umgebung mit raffinierten technischen Erfindungen in einladende Pracht zu verwandeln und über die Naturgewalten zu triumphieren. Den Gezeiten und Sturmfluten ausgesetzt und auf unsicherem Schwemmland gegründet, ist Venedig beispielhaft für die Notwendigkeit der Anpassung an das Wasser. Angesichts sich global verändernder Wasserkreisläufe mit zunehmenden Sturzfluten, Hochwasser und Dürren wird die Lagunenstadt zur Vorreiterin einer sich wandelnden Beziehung zwischen Hydrosphäre und Anthroposphäre.
In einem fließenden Zusammenspiel vereint die Gruppenausstellung Shifting Waters verschiedene Aspekte der Koexistenz von Mensch und Wasser. Die künstlerischen Positionen erinnern an den permanenten Kampf mit den Naturgewalten oder verzaubern mit der Poesie des Flüssigen. Zwischen dem Glanz und der Schönheit von Perlen, der wundersamen Textur von Schuppen, gewaltigen Tragwerken aus dem Verborgenen und Überresten zerlegter Architektur entsteht eine Melodie vom ständigen Miteinanderverbinden und Abstoßen. In der Ausstellung finden sich Bilder, Skulpturen und Gedanken, die eine Idee davon geben, mit der Fluidität von Wasser umzugehen, auf sie zu reagieren und von ihr zu profitieren. Ein stetiger Fluss der Veränderungen, der auch unsere Zukunft lenken wird.
Sonia Leimers Glasskulptur verweist auf Venedigs Stellung als ehemaliger Handels- und Seemacht, während Giorgio Andreotta Calòs Installation die Aufmerksamkeit auf die fragile Struktur unterhalb des Meeresspiegels lenkt: ein Denkmal für eine versinkende Stadt. Auch Mike Bouchets Arbeit dreht sich um die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Existenz. Gutai-Künstler Sadamasa Motonaga hingegen betont die spielerische, unbeschwerte Komponente des Wassers. Eine magische, dunkle Unterwasserwelt jenseits der menschlichen Wahrnehmung erwartet die Besucher in Anne Duk Hee Jordans multisensorischer Installation. In ihrer filigranen Arbeit, die an zarte Fischhaut erinnert, verwebt Pamela Rosenkranz Technologie und Natur mit einem Hauch von Blau. Am Ende fasst Lawrence Weiners Fahne alles zusammen: Water finds its own level.
